WER SCHMETTERLINGE LACHEN HÖRT, DER WEISS WIE WOLKEN SCHMECKEN

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DIE PHOBIE

 

menschen, die unter einer verbophobie leiden (angst vor wörtern), werden angesichts dieses eintrags sicher schreiend weglaufen, und die nomatophobiker unter euch, die leute, die sich vor namen fürchten, sollte ich wohl vorsichtshalber auch schon einmal warnen, da ich die hier vorkommenden personen ja schlecht einfach durchnummerieren kann (der verständlichkeit halber und aus rücksicht auf numerophobie-betroffenen).

nachdem ich glücklicherweise offensichtlich einen verhältnismäßig gesunden geisteszustand habe und weder unter angst vor alkohol (methyphobie) noch vor männern (androphobie) leide, kam es an diesem samstag vor 2 wochen, wie es kommen musste, wie ich auch schon in meinem letzen eintrag erwähnt habe. nach mehreren erfolglosen versuchen des genies gelang es ihm schließlich doch, mich zu küssen, was unerwarteterweise zu einem ziemlich ausgeprägten schwirren von millionen von schmetterlingen in meinem bauch führte ... schmetterlinge im bauch... seltsam, ich hatte doch zu mittag gar keine raupen verspeist...

jedenfalls ist dieser junge mann nun der grund für meinen heutigen blog-eintrag, da er offenbar an einer mir bis dahin unekannten und für den außenstehenden ziemlich amüsanten phobie leidet, aber dazu später mehr.

wie man unschwer erkennen kann, habe ich mich heute über die zahlreichen und teilweise urkomischen ängste informiert, und da ich nicht unter easiophobie, der angst, zu schreiben, leide, werde euch nun auch an meinem wissen teil haben lassen, falls ihr euch nicht vor diesem wissen fürchtet (epistemophobie).

ich war selbst überrascht über die unglaublich amüsante vielfalt an phobien, angefangen bei wirklich lächerlichen wie der angst, dass die erdnussbutter am gaumen kleben bleibt (arachibutyrophobie) oder der schrecklichen befürchtung, mit einer feder gekitzelt zu werden, der pternophobie. nicht weniger merkwürdig - die anglophobie, die angst vor england und/oder seiner kultur.

meine güte, dann frisst man halt keine erdnussbutter und verbringt seinen sommerurlaub möglicherweise doch lieber auf malle als in großbritannien. und mal ehrlich? wie oft kommt es vor, dass man mit einer feder gekitzelt wird???

anderen phobien kann man da schon wesentlich schwerer aus dem weg gehen, zum beispeil schränkt die angst bzw. der ekel vor knöpfen (koumpounophobie) die outfit-wahl schon erheblich ein und macht die shopping-tour zur qual.

kyphophobie -die angst sich zu bücken- ist zumindest in einer gefängnis-gemeinschaftsdusche nachvollziehbar, die patroiophobie erschließt sich mir aber allerdings nicht, denn die befürchtunng einmal ordentlich was zu erben, ist eine meiner geringsten sorgen.

ebenfalls zu diesem thema noch zu erwähnen ist das lange wort "sesquipedalophobie", das die angst vor langen wörtern beschreibt. ein äußerst unpassender begriff, den sich vermutlich einmal ein ziemlich sarkastischer psychiater ausgedacht hat.

und bevor ich mich wieder dem eigentlichen thema, dem genie und seiner phobie, widme, hier der vollständigkeit und spaßes-halber noch ein paar weitere ängste, bei denen man nur noch kopfschüttelnd denken kann "oh gott was is in diesen hirnen bloß schiefgelaufen..." und "wie gut, dass ich so normal bin"...

  • Achimophobie – Angst vor Punkten (hahaha ich schmeiß mich weg....)
  • Alliumphobie – Angst vor Knoblauch (ungünstig wenn man sich gleichzeitig vor vampiren fürchtet)
  • Aulophobie – Angst vor Flöten (aha?!?)
  • Barophobie – Angst vor der Schwerkraft (mist, der phobie kann man wirklich nicht aus dem weg gehen)
  • Bibliophobie – Angst vor Büchern (oh ja, am grusligsten ist mein chemie-buch...)
  • Caligynephobie - Angst vor schönen frauen (hach, ich bin schon wirklich furchteinflößend
  • Chionophobie – Angst vor Schnee (ungünstig im winter...)
  • Chrematophobie – Angst vor Geld (äääh, naja, meld dich und ich nehme dir diese last gerne ab
  • Dendrophobie – Angst vor Bäumen (sie sind überall....)
  • Dikephobie – Angst vor Gerechtigkeit (igitt, gerechtigkeit ist ja auch etwas schreckliches...)
  • Domatophobie – Angst vor Häusern (das schränkt die wohnungssuche erheblich ein)
  • Eleutherophobie – Angst vor Freiheit (fast genauso schäuslich wie gerechtigkeit)
  • Geniophobie – Angst vor einem Kinn (okaaaay...)
  • Geliophobie – Angst vor Lachen (wenn ich darunter leiden würde, hätte ich das hier nicht schreiben können..)
  • Glucodermaphobie – Angst vor der Haut die sich beim abkühlen auf dem Kakao bildet (das kenn ich auch vom pudding)
  • Kathisophobie – Angst, sich hinzusetzen (wär mir persönlich zu unbequem) 
  • Hellenologophobie – Angst vor griechischen (Fach)ausdrücken (dann dürfte ich wohl nicht studieren, was ich studiere)
  • Kinetophobie – Angst sich zu bewegen (nennt man das nicht faulheit?) 
  • Methrophobie – Angst vor oder Haß auf Poesie (verständlich, wenn man einige dieser grausamen ergüsse in manchen blogs ließt)
  • Ombrophobie – Angst vor Regen (auswandern??)
  • Oneirogmophobie – Angst vor feuchten Träumen (haha, dem kann man wohl auch schlecht aus dem weg gehen)
  • Papaphobie - Angst vor dem Papst (ja der Papst ist beinah so schlimm wie hitler...)
  • Philemaphobie – Angst vor Küssen (ja, was da alles passieren kann...) 
  • Plutophobie – Angst vor Reichtum (siehe chrematophobie)
  • Pogonophobie – Angst vor Bärten (ach, solang mir keiner wächst..) 
  • Proteinphobie – Angst vor proteinreicher Nahrung (da muss man auch erstmal drauf kommen)
  • Stasibasiphobie – Angst, zu stehen und zu laufen (in verbindung mit kathisophobie bleibt da nicht merh viel übrig)
  • Telephonophobie – Angst vor Telefonen (was mich betrifft: definitiv nein!) 
  • Urophobie – Angst zu urinieren (das macht das leben auch nicht einfacher) 
  • Vistiophobie – Angst vor Kleidung (es lebe fkk)

    drei weitere klassiker, die hier auf jeden fall noch erwähnt werden müssen, sind die phobophobie, die angst vor der angst, die hedonophobie, die angst, freude zu empfinden (es gibt kein widerlicheres gefühl als freude...) und das beste: panophobie - die angst vor allem.

    aber nun genug über die psychischen wehwehchen anderer amüsiert, darum nun zurück zum auch nicht unamüsanten thema. nachdem ich und das genie an diesem samstag rumgeknutscht haben (wir leiden offenbar beide nich an philemaphobie), blieben wir weiter in kontakt und ich würde sogar sagen, wir haben uns verliebt. vor dem verlieben kann man übrigens auch angst haben, das nennt sich dann philophobie.

    wie das unter verliebten ohne philemaphobie nunmal so ist, haben wir uns seitdem auch ein paar mal getroffen und -wie sollte es anders sein- ausgiebigst geknutscht, was nebenbei bemerkt auch wunderschön war. allerdings ist mir ziemlich bald aufgefallen, dass er nicht mal irgendetwas versuchte, das über küssen hinaus ging, was zwar ungewohnt aber auch irgendwie süß ist. anfangs dachte ich, er wäre vielleicht einfach nur schüchtern, möglicherweise auch etwas unerfahren, aber mittlerweile bin ich eines besseren belerht worden. wenn ich meine hand nur auf sein bein legte, ohne überhaupt nur ansatzweise in die nähe gefährlicher zonen zu kommen (ich leide ebenfalls nicht an phallophobie, der angst vor männlichen geschlechtsorganen), nahm er sie sofort weg. er selbst legte auch höchstens seinen arm um meine schultern oder streichelte mir das gesicht. das auffälligste an ihm aber war die tatsache, dass er mit allen mittlen, sei es mit einem kissen auf seinem schoß, einer merkwürdigen haltung oder der flucht richtung klo, versuchte, seine erektion vor mir zu verbergen, was meine aufmerksamkeit natürlich erst wirklich auf diese region lenkte.

    ich fand es schon witzig, wie er sich anstellte, ließ die sache aber natürlich unkommentiert, da ich merkte, wie peinlich es ihm war. bisher dachte ich auch, es wäre ihm einfach nur peinlich, warum auch immer, aber durch einen dummen zufall las ich letzens seinen namen im zusammenhang mit einer phobie, die die angst davor beschreibt, dass jemand seine erektion durch eine beule in der hose erkennen könnte. in diesem moment fiel es mir wie schuppen von den augen und lieferte mir eine plausible wenn auch schwer nachvollziehbare erklärung für sein seltsames verhalten.

    wie dem auch sei, nun ist mein forscherdrang geweckt und ich kann es kaum mehr erwarten, bis er in einigen tagen endlich aus dem urlaub wieder kommt, auch wenn ich bis jetzt noch nicht weiß, wie ich mich überhaupt verhalten will. ich denke das klügste wird es sein, ihn mal bei gelegenheit vorsichtig auf das thema anzusprechen, denn da wir beide frisch verliebt sind und zumindest ich nun auch sex als logische konsequenz dieser beginnnenden beziehung ansehe, sollte das geklärt werden. ich hoffe er hat keine angst davor, was sich dann übrigens pareunophobie bzw. coitophobie nennen würde.

    natürlich werde ich meine treue leserschaft auch über dieses thema auf dem laufenden halten

 

12.8.07 20:00


FREAKS UND SCHMETTERLINGE

ich glaube von diesem samstag vor einigen wochen, an dem das püppchen, das regal und ich mit der tasche und einem freund von ihm (nennen wir ihn mal völlig sarkasmus-frei das genie) in unserer üblichen samstag-abend-lokalität waren, habe ich bisher immer noch nicht berichtet, und für den moment tut das, abgesehen davon, dass ich das genie an diesem tag zum ersten mal gesehen habe, auch nichts zur sache.

einige wochen später kamen wir beide dann durch ziemlich komplizierte und verwirrende umstände zufällig über icq ins gespräch, zum ersten mal übrigens, denn an jenem erwähnten samstag abend hatte ich nur augen für die tasche und habe mit ihm kaum ein wort gewechstelt. damals habe ich auch keine veranlassung dazu gesehen, denn ehrlich gesagt hielt ich ihn für das paradebeiispiel eines freaks - mathestudent, optisch gar nicht mein fall, mit der überaus seltsamen tasche befreundet, und am schlimmsten: er spielte schach! wobei man dazu sagen muss, schach ist interessant und ich finde es eher bewundernswert, wenn jemand gut spielt, aber doch bitte nicht in einer disothek!!!

also, kein wunder, dass ich den herren doch ziemlich komisch fand (und zwar nicht auf eine niedlich-interessante weise wie die tasche zum beispeil, sondern nur einfach freakig-merkwürdig)

alles änderte sich, als wir uns dann wie gesagt über icq unterhielten. ich lernte ihn als überaus intelligenten (wenig üerraschend) aber auch fürchterlich witzigen menschen kennen (sehr überraschend), der keineswegs meinem klischee von einem schachspielenden mathestudenten entsprach. ich glaube unsere erste unterhaltung war am freitag vor 2 wochen und sie war so unterhaltsam, dass sie beinahe die ganze nacht dauerte und selbstverständlich samstags weiter geführt wurde. da ich sowieso gerade mit dem püppchen unsere übliche samstag-abend-planung besprach, fragte ich ihn einfach, ob er nicht lust hätte, mitzukommen. er zögerte, denn er fand es verständlicherweise komisch, mit uns beiden allein wegzugehen, da wir uns ja kaum kannten. die tasche konnte er im übrigen nicht mitnehmen, da sich dieser überaus merkwürdige mensch gerade auf dem weg nach ost-europa befand, weil er da "was zu erledigen" hatte...

nachdem ich versicherte, dass wir nicht beißen und er ruhig auch allein mit uns kommen könnte und er versprach, dann auch nicht schach zu spielen, war die abend-planung fertig und einige stunden später trafen wir uns dann auch tatsächlich. als ich sah, dass mr. mathe einiges an bier in sich hinein leeren konnte, wirklich unterhaltsam war und abgesehen davon auch noch metal hörte, musste ich wohl oder übel tatsächlich sämtliche meine vorurteile über bord schmeißen.

da das püppchen mit dem auto gekommen und folglich viel zu nüchtern war, ließ sie uns beide auch schon relativ bald wieder allein und verabschiedete sich bei mir mit den worten: "der sieht aus als ob er gut küssen kann"

diese meinung teilte ich übrigens nicht, dennoch muss ich sagen dass ich plötzlich ein wenig neugierig wurde.

als er anfing, hin und wieder seinen arm um mich zu legen, freute ich mich trotzdem nicht darüber, trotz aller neugier und allem forschergeist in mir, denn eigentlich stand ich ja bekanntlicherweise auf die tasche - seinen besten freund. ein kuss zwischen mir und dem genie und ich müsste die tasche vergessen (oder, zweite option: ich würde als schlampe dastehen)

aber es gab auch noch eine dritte option, die mir bis dahin nie in den sinn gekommen war, bei der ich weder nuttig dastehe noch mich ärgern müsste, dass meine chancen bei der tasche dahin sind. und option nummer drei ist übrigens nicht einfach ´kein kuss´, denn dies würde ja meinem forscherdrang in die quere kommen später mehr dazu...

ich sträubte mich lange dagegen als er dann tatsächlich mehrmals versuchte, mich zu küssen, denn erstens wie erwähnt - die tasche, zweitens war er nicht mein fall, und drittens war ich so betrunken dass ich ihn anbrüllte, wie er es nur wagen konnte, diesen betrunkenen zustand auch noch auszunutzen. zu guter letzt legte er sich dann auch noch mit meiner besten freundin, dem grinsch, an und ich saß dazwischen, verwirrt und zu besoffen um einfach weg zu gehen, da ich befürchtete, nicht mehr laufen zu können (das berühmte samstags-erdbeben mal wieder...)

einige minuten und einige tequilla später beruhigte sich die situation wieder, nachdem der grinsch aufgrund der tatsache gerade weggegangen war, dass die tequillas den gleichen weg, den sie gekommen waren, nun auch wieder hinaus wollten.

nun saßen ich und das genie also alleine dort auf der bank, wir schauten uns an und ich wusste, dass ich in diesem moment zu müde oder zu gleichgültig war um mich noch länger zu wehren. mir fiel auf dass es ohne grinschs wütendes gelalle plötzlich ungewohnt still und ruhig war. sein gesicht kam näher und plötzlich küsste er mich ganz sanft und vorsichtig und ganz überraschend schwirrten plötzlich millionen von schmetterlingen in meinem bauch... ich lächelte ihn an und dachte mir, wie recht doch das püppchen hatte...

und nun zu der bisher nicht bedachten option nummer drei: diese unzähligen schmetterlinge in meinem bauch und die tatsache, dass mich die tasche plötzlich nicht mehr im geringesten interessierte, warfen die frage auf, ob es eigentlich so etwas wie liebe auf den ersten kuss gab. seit diesem tag weiß ich die antwort...

12.8.07 01:33


DER ZU PERFEKTE MR. PERFEKT

seit jenem bereits in meinem letzen eintrag erwähnten suff-samstag weiß ich ja nun, dass ich sehr wohl einen bestimmten typ mann hatte, nämlich das wiesel, diesen unwahrscheinlich gut aussehenden, coolen, süßen, tätowierten, lustigen, netten .... geisteskranken, wie ich mittlerweile feststellen musste.

alles hatte so perfekt begonnen, nämlich mit einem stundenlangen leidenschaftlichen kuss, allerdings erstaunlicherweise (zumndest von meiner seite aus) ganz ohne romantik, aufregung oder irgendwelchen schmetterlingen im bauch. überraschend, wenn man bedenkt, dass ich gerade mit meinem wahrgewordenen männertraum knutsche...

aber dieser kuss war einfach etwas, woran ich mich festhalten konnte in dieser lauten, headbangenden, verwirrenden welt um mich herum, die in meinem kopf dröhnte, sich erschreckend schnell drehte und nach einer mischung aus alkohol, pisse und zigaretten roch.

im kalten grauen morgenlicht und der frischen luft dieses frühen sonntags ging unser kuss zu ende, ich wurde langsam wieder nüchtern und erwachte aus meinem traum. alles was ich jetzt noch wollte, war ein bett und zwar meins. auf umwegen kam ich auch irgendwann zu hause an und legte mich zufrieden schlafen. ich wusste, dass ich zwar mit einem der schlimmsten kater die ich jemals hatte, aufwachen würde, allerdings aber mit dem gefühl, wunderschön geträumt zu haben - einen traum, der einem zwar gute laune macht, den man im laufe des tages aber sowieso wieder vergisst.

sicherlich wäre es auch genau so gekommen und ich hätte nichts bereut, wenn nicht am nächsten tag, als ich gerade mit einem kaffe im garten versuchte, die schlimmsten nebenwirkungen meines gestrigen vollrauschs zu vertreiben, mein handy geklingelt hätte. es hätte nicht sein dürfen, und zwar aus dem einfachen, logischen, einleuchtenden grund, dass träume nunmal für gewöhnlich nicht anrufen.

wer denkt denn bitte auch an sowas?? da knutscht man mit dem perfektesten an diesem abend anwesenden mann, freut sich über die neidischen blicke seiner geschlechtsgenossinen, genießt den moment, weiß aber dennoch genau, dass man demnächst auch nur eine unter vielen gewesen sein wird, deren namen er am nächsten morgen schon wieder vergessen hat, einfach eine nummer, und dass einem von diesem mann nichts weiter bleibt als eine schöne erinnerung und ein bisschen stolz, dass er einen auserwählt hat, auch wenn es nur für einen einzigen abend war

genau so hätte es auch sein sollen, doch ein viel zu alberner schriller klingelton und die worte " was hälts du davon wenn ich dich mit einem picknickkorb zum see entführe?" belehrten mich eines besseren.

völlig überrumpelt sagte ich zu und es würde auch ein wunderschöner tag, außer vielleicht einmal davon abgesehen, dass ich es doch recht merkwürdig fand, dass der herr überraschenderweise irgendwoher meinen vollen namen kannte und nach mir gegooglet hatte, wie er erzählte.

date nummer 2, diesmal im biergarten, war dann auch noch relativ schön, außer dass vielleicht themen wie hochzeit und familienplanung zu diesem zeitpunkt wohl doch etwas verfrüht waren. und die tatsache dass er als tee-trinker eine senseo-kaffeemaschine gekauft hatte, nur weil ich mal im suff erwähnt hatte, wie gern ich diesen kaffee trinke, fand ich dann schon beinahe beängstigend.

und da ja aller guten dinge bekanntlich 3 sind, traf ich mich auch noch ein drittes mal mit ihm. ein drittes und LETZTES mal, wie ich jetzt weiß. mein kater von meinem date am vorabend (davon später mehr) wirkte sich etwas negativ auf meine laune und meinen magen aus, aber was meine stimmung absolut auf den tiefpunkt brachte, war er. fragen, wann er endlich meine und ich seine eltern kennen lernen würde, wann wir für meine neue wohnung denn gemeinsam möbel aussuchen gehen würden, da ihn das ja auch betreffen würde und wohin wir beide in den urlaub fahren würden, waren dann doch zu viel. vor allem beim dritten date...

als ich ihn schließlich bat, mich nach hause zu fahren, fuhr er in richtung seiner wohnung und hielt erst nach langem lautstarken protest meinerseits an. er hielt an. mittend auf der straße. also saßen wir da und diskutierten eine halbe ewigkeit, bis ich ihn dann mit zahlreichen versprechen, dass ich mich sicher morgen bei ihm melden würde, beruhigte und dazu bringen konnte mich wirklich heim zu bringen, was er dann auch tat, während er mir vorwarf, vorhin mit dem kellner geflirtet zu haben und dass ich einen anderen hätte etc...

dieses letzte date war übrigens am montag.

natürlich habe ich mich nach allem was war, seitdem nicht mehr gemeldet und er sich glücklicherweise abgesehen von der einen oder anderen sms auch nicht. allerdings muss ich sagen, dass es mir mittlerweile aber fast schon wieder leid tut, denn jeder von uns kennt das schreckliche gefühl unglücklich verliebt zu sein, also spiele ich mit dem gedanken, ihn doch noch einmal anzurufen. auch um die sache auf eine fairere art zu beenden als durch die wenig freundliche ich-meld-mich-einfach-micht-mehr-methode, was aber vermutlich an meiner feigheit scheitern wird, wie ich mich kenne...

12.8.07 00:24


MAN HAT MIR ALKOHOL INS BIER GEATN

wie die überschrift schon vermuten lässt, benötige ich dringend eine gute entschuldigung für letzten samstag und diesen satz finde ich in dieser situation ziemlich treffend

in meinem letzten eintrag habe ich ja schon begonnen, von dieser ereignisreichen nacht zu berichten, darum hier nochmal die kurzfassung des bisher erzählten:

nachdem ich wieder einmal den fehler begangen hatte, einer übrigens wirklich fotogenen internetbekanntschaft zu verraten, wo ich an diesem abend meine bestandenen klausuren begießen würde, stellte ich erstaunt bis erschrocken fest, dass der betreffende herr wirklich fotogen war. fotogen. sonst nichts. die häßliche, kleine realität des gutaussehenden bildes sezte sich auch sofort neben mich, als er mich entdeckte, und begrüßte mich mit einer merkwürdig unmännlichen stimme. es stellte sich ebenfalls herraus, dass er (außer vielleicht abgesehen von seiner stimme) nicht halb so lustig war wie seine emails, die übirgens zudem den vorteil hatten, dass uns ca. 20km trennten, wenn ich sie laß. die vorzüge dieses sicherheitsabstands lernte ich an diesem abend zu schätzen, denn die wenigen zentimeter, die uns auf dieser bierbank noch trennen, schrumpften minütlich, sodass ich befürchten musste, den kleinen bald auf meinem schoß zu haben. diese unfreiwillige nähe gab mir außerdem auch die gelegenheit, zu bemerken, dass er einen eigenwilligen geruch verströmte, der übrigens erstaunlich gut zu seiner stimme passte.

während ich mal wieder überrascht über die erstaunliche diskrepanz zwischen internet und wirklichkeit grübelte, machte ich noch eine andere interessante entdeckung. bisher war ich immer der ansicht, dass ich keinen bestimmten typ mann hatte. bisher, denn mein typ mann, DER typ mann, die absolute perfektion saß mir an diesem abend gegenüber, lachend, rauchend, tätowiert und unbeschreiblich cool. (obwohl "cool" nicht das trifft, was ich damit ausdrücken will. aber vermutlich gibt es einfach kein passennderes wort...)

da der regen an diesem abend (wie gewöhnlich auch) ziemlich nass war, beschlossen wir, hinein zu gehen, was mich vermutlich im letzten moment davor rettete, wirklich bald jemanden auf meinem schoß sitzen zu haben. als ausgleich entschied er sich aber offenbar, mich fortan zu umkreisen wie die erde die sonne.

auf dem weg in die halle bemerkte ich, wie der boden unter mir verdächtig schwankte. anscheinend gab es gerade wieder eines dieser schlimmen erdbeben, die mit erstaunlicher regelmäßigkeit jeden samstag abend auftraten.

der alkohol, den mir sicherlich heimlich jemand ins bier getan hatte, schärfte aber nicht nur meine sinne bezüglich des bebenden bodens, ich konnte sogar, und dies übrigens nicht zum ersten mal, die drehung der erde live sehen und spüren, was mich sehr faszinierte.

draußen traf ich noch ein paar leute, mit denen ich mich unterhielt, bis der regen mir zu nass wurde, bzw. bis mir vermutlch aufgrund meines wenig spannenden gesprächspartners, wieder bewusst wurde, dass regen nass war. mein häßlicher satellit war gerade bier kaufen gegangen, also ergriff ich die chance und betrat den dunklen, lauten, vollen raum, in der hoffnung ihm so zu entkommen.

ich beobachtete kurz ein wenig amüsiert die hüpfenden, tanzenden, headbangenden leute, und plötzlich, mittend in der menge, sah ich ihn, tanzen, tätowiert, bier in der hand, kippe im mund, wie er zu mir her grinste. ich war noch nie so froh darüber, doppelt zu sehen, wie in diesem moment....

ich grinste zurück. und auf einmal war alles klar. wir gingen aufeinander zu und küssten uns, ganz ohne hollywood-romantik, ohne kribbeln, ohne aufregung, ohne diesen unerträglich langen küssen-wir-uns-jetzt-oder-nicht-moment, wir küssten uns einfach, einfach weil es irgendwie genauso sein musste, um die schwankende, laute welt wieder ins gleichgewicht zu bringen, die mir mitsamt ihrer makabren späßchen wie meinem internet-irren, plötzlich ganz egal wurde.

als unser kuss zu ende war, während dem die zeit stehen geblieben und doch schrecklich schnell vergangen war, wurde es gerade hell und im grauen, kalten licht des morgens, der kühlen luft und durch die tatsache, dass ich seit stunden aufgrund der fremden zunge in meinem mund keinen schluck mehr getrunken hatte, wurde ich wieder nüchtern.

die zu-mir-oder-zu-dir-frage und mein dramatisch gesunkener pegel weckten mich aus meinem traum. ich wollte nicht mit zu ihm. er war zwar perfekt aber er war nicht der perfekte abschluß für diesen abend.

wir machten uns gemeinsam auf den heimweg, und während wir so diskutierten, ich ihm erklärte wie müde ich war und dass ich beim sex (und allgemein bei jeder gelegenheit bei der ich mich hinlegen könnte) mit sicherheit auf der stelle einschlafen würde, was garantiert peinlich für uns beide wäre, dass ich gerade gerne ein kamel hätte, dass ich auf keinen fall mitkommen würde usw., standen wir plötzlich in seiner wohnung.

das kondom, das da so demonstrativ auf seinem nachtkästchen lag, irritierte mich komischerweise einen moment lang und ich wunderte mich. dann wurde mir das offensichtliche klar, worüber ich bisher nie nachgedacht hatte, nämlich dass ein dermaßen perfekter, süßer und lustiger kerl sicher an keinem samstag alleine nach hause geht. komisch, dachte ich, dass das kondom mich so überrascht hatte. ich musste lachen, gab ihm einen letzten kuss und ging amüsiert nach hause.

ich wusste, dass er sich nie wieder melden würde, das wir uns vermutlich überhaupt nie wieder sehen würden und es störte mich nicht im geringsten. es kam mir vor, wie ein schöner traum, aus dem man gut gelaunt erwacht und ihn im laufe des tages wieder vergisst.

doch so war es nicht. denn geich am nächsten tag klingelte mein handy. mein traum war dran...

aber das ist eine andere geschichte, seltsam, kompliziert und in kürze hier zu lesen.

31.7.07 01:18


DER IRRE UND DIE WIRKLICHKEIT

wie versprochen hier nummer 1 der zahlreichen in meinem letzten eintrag angekündigten verkomplizierungen meines (liebes-)lebens...

wie in meinen zugegeben schon relativ alten einträgen über mein früheres doppelleben zu lesen ist, habe ich schon damals festgestellt, dass es nicht besonnders klug ist, im internet auf männerfang zu gehen... und auch nicht einfach, wenn man nichts ahnend nachts allein als frau einen chatroom betritt und plötzlich unmengen von nachrichten braungebrannter, sportlicher, baluäugiger männer erhält, selbstverständlich gebildet, nett, reich, groß und bestens bestückt. abgesehen davon dass ich es nicht unbedingt für die glücklichste art halte, ein gespräch zu beginnen, indem man(n) von seinem nicht nur besten sondern auch unglaublich großen stück berichtet, frage ich mich (wie vermutlich die gesamte weibliche hälfte der weltbevölkerung auch) arum man diesen muskulösen männnermodels nie in der realität begegnet...

und wo wir auch gerade beim thema sind: liebe männer, nur weil ihr mir von euren fantastischen 25cm und mehr erzählt (in welcher einheit messt ihr eigentlich?? in inch??), heißt das nicht, dass ich vor gier zerfließe also spart euch die frage, wie feucht ich bin

aber zurück zum eigentlichen thema: offensichtlich besteht da eine große dirkrepanz zwischen realität und internet, was ich lezten samstag wieder einmal entsetzt feststellen musste.

jaja, aus fehlern wird man angeblich klug. angeblich. auf mich trifft das definitiv nicht zu. ich habe diesmal zwar nicht im chat aber dennoch im internet einen vermeindlich netten jungen mann kennen gelernt, inderm er mir eine saudämliche und unfreundliche nachricht geschrieben hat. aus den anfänglichen beleidigungs-mails entwickelte sich bald eine ziemlich nette -ich sags mal altmodisch- brieffreundschaft und nachdem wir uns einige monate lang ganz herrvorragend verstanden haben, habe ich irgendwann einmal "zufälllig" erwähnt, wo ich an besagtem samstag hingehen werde, wo man sich dann ja mal "zufällig" über den weg laufen könnte.

also saß ich lezten samstag dann auch "zufällig" mit dem regal und dem püppchen in der entsprechenden lokalität, während wir bei einem bierchen nach dem herrn internetbekanntschaft ausschau hielten. allerdings wurde meine wahrnehmung gestört durch 3 andere männer die bei uns am tisch saßen, denn bei einem von ihnen erkannte ich: "doch, ich habe tatsächlich einen bestimmten männertyp. IHN!" und selbstverständlich galt meine aufmerksamkeit plötzlich auch nur noch diesem tätowierten, lustigen und netten prachtexemplar von mann, aber das ist eine andere geschichte.

ein tritt in mein schienbein holte mich in die realität zurück. das püppchen hatte den jenigen entdeckt, nach dem ich gar nicht mehr ausschau hielt. muskulös, nett, gutaussehend, so hatte er auf seinen fotos gewirkt. auf seinen fotos. er war durchaus fotogen, aber offenbar war das auch alles. die grausame wirklichkeit setzte sich dann auch gleich neben mich, diese kleine, häßliche, seltsam riechende wirklichkeit und begrüßte mich mit einer seltsam unmännlichen stimme. nett war er ja, nur wesentlich unlustiger als in seinen mails, welche übrigens auch den vorteil hatten, dass uns, wenn ich sie laß, ca. 20km trennten.

nun aber kam mir der junge mann, der übigens wirklich sehr jung, sehr unmännlich wirkte, ziemlich nah. zu nah, denn er rutschte immer weiter in meine richtung, so dass ich schon fast befürchten musste, den kleinen bald auf meinem schoß zu haben, darum war ich auch heilfroh, als alle anderen endlich aufstehen und reingehen wollten. 

als wir dann da standen, schwankend, da das bier schon begann zu wirken, stellte ich fest, dass mein taummann, nennen wir ihn einmal wiesel (was selbstverständlich wie immer einen grund hat, nämlich den dass er beinahe so hieß wie ein anderes tier), auch noch gut einen kopf größer war als ich, was ihn nocheinmal wesentlich attraktiver machte, falls das möglich ist. es entwickelte sich auch bald eine erstaunlich gute unterhaltung zwischen uns beiden, während mein internetirrer mir hinterherdackelte und mich umkreiste wie ein häßlicher satellit.

ich will nicht, dass der eindruck entsteht, dass ich so oberflächlich bin, denn das stimmt nicht. ich hatte mich vorher monatelang fantastisch mit ihm verstanden und wenn er in wirklichkeit auch nur annähernd so lustig gewesen wäre wie in seinen mails, dann wäre es mir egal gewesen wie er aussieht. aber das war er nunmal nicht. nicht nur, dass er ununterbrochen äußerst unlustig war, sondern auch dieses mir zu nahe kommen, dieses an mir rumtätscheln... es passte einfach überhaupt nichts...

als er sich endlich ein neues bier holen ging, kam es wie es kommen musste. mittlerweile drinnen, sah ich das wiesel mit seinen freunden am rand stehen, tätowiert, tanzend, mit bier in der hand und kippe im mund, wie er zu mir hergrinste. und in diesem moment war es klar. wir gingen aufeinander zu und küssten uns, und es war nicht seltsam, nicht unerwartet, ohne diesen küssen-wir-uns-jetzt-oder-küssen-wir-uns-nicht-moment, denn es war einfach alles klar... und es war wunderbar... ich vergaß die welt um mich herum, die realität mit samt ihrer häßlichen späßchen wie meinem internetirren und genoss die musik, die küsse, seinen fantastischen geruch...

fernab der realität, in diesem wunderbaren traum, kam mir auch nicht der gedanke, dass der internetirre auch wieder mit seinem neuen bier zurück kommen würde. er tat es auch nicht, denn er sah dass er störte...

29.7.07 15:40


GZSZ IST NICHTS GEGEN MEIN LEBEN

kennt ihr das, ihr liegt faul auf der couch, die eine hand in der hose im al-bundy-style, bierchen in der anderen, während ihr das höchst anspruchsvolle vorabendprogramm von RTL genießt... in diesen genuss bin ich durch den einfachen umstand gekommen, dass meine fernbedienung leider unerreichbar weit weg auf dem couchtisch lag, zumindest unerreichbar in diesem absolut müden, beinahe komatösen zustand. abgesehen davon hätte ich wie erwähnt auch gar keine hand frei gehabt.

also lag ich da, vor mich hin dämmernd, während sich diese musik ("ich seh in dein herz...." ) ganz langsam von meinem ohr tief in mein hirn drängte und mich veranlasste, meine müden augen zu öffnen. es war monate her, dass ich das lezte mal gute zeiten schlechte zeiten (kurz gzsz wie es die kenner, die ganz coolen und ich aus tipp-faulheit nennen) gesehen hatte, aber seltsamerweise scheint seitdem nichts mehr passiert zu sein, denn alles war wie immer, die gleichen darsteller, die gleichen sinnentleerten geschichten...

und ich fragte mich, wieviel so ein gzsz-autor denn wohl verdienen würde und ob es RTL nicht billiger haben könnte, wenn sie einfach mein leben verfilmen würden, denn egal wie unrealistisch und übertrieben pseudo-spannend gzsz auch sein mag - es ist nichts gegen mein derzeitiges leben! also, RTL-personalchef, wenn du das ließt, gib mir ein zwei bier, nen hunni und ausreichend kippen und ich liefer euch täglich neue, wesentlich spannendere geschichten, die im moment von folgenden dingen handeln würden:

  1. ein date mit einer internetbekanntschaft die sich im krassen widerspruch zur realität im nachhinein nur als äußerst fotogen herausgestellt hat. fotogen. sonst aber auch nichts.
  2. der selben internetbekanntschaft, die mittlerweile in einer mischung aus verliebtheit, selbstmorddrohungen und beschimpfungen mein leben verkompliziert
  3. einem absoluten absturz-vernichtungs-besäufnis das mich erstens an meíner nettigkeit, zweitens an meiner beziehung und drittens an meiner mentalen gesundheit zweifeln lässt
  4. einem stalker, der offenbar viel über mich weiß. zu viel. gruslig viel. der meine freunde per mail über mich ausquetscht und von dem keiner weiß wer er ist. noch nicht. heute abend bin ich des rätsels lösung einen entscheidenden schritt näher gekommen.
  5. meinem traummann, der nicht nur überaus heiß aussieht sondern zudem unglaublich nett und offensichtlich schwer in mich verliebt ist. mein traummann, der gerade dann auftaucht, wenn ich gerade dabei bin mit meinem freund zusammenzuziehen ...
  6. meine falsche internetidentität, die mittlerweile enttarnt wurde und zwar ausgerechnet von taschentyps freund, wobei sich aber zufällig herausgestellt hat dass wir uns sehr sympathisch sind. seeehr sympathisch...

aber da die wahrscheinlichkeit, dass RTL sich tatsächlich entschließt aus meinem leben eine daily soap zu produzieren, werden die oben erwähnten verkomplizierungen meines sonst so schön gemütlichen lebens in kürze hier in aller ausführlichkeit zu lesen sein...

27.7.07 01:42


BIOLOGEN-ROMANTIK V

ich weiß, ich weiß, ich habe diesen blog in lezter zeit wieder sehr vernachlässigt, doch nun hat das warten ein ende! ab heute werde ich wieder meine literarischen ergüsse im internet zum besten geben.

also, es ist einiges passiert in den leztten wochen und um die weniger intelligenten leser nicht zu verwirren, wollen wir nun mal chronologisch bleiben, darum erwähne ich jetzt kurz was sich in sachen biologen-romantik getan hat:

ICH HABE EINE NACHT MIT DEM TASCHENTYPEN, DER GAR NICHT TASCHE HEISST, VERBRACHT. ENDLICH!

aber da die gesamte geschichte im moment gerade weniger aktuell ist und ich mal wieder ganz andere männergschichten zu berichten habe (ich befürchte ich steuere gerade in ein neues doppel-dreifach?-vierfach??-leben...), lass ich das thema tasche für den moment mal sein. nur für den moment. spätestens am wochenende wird auch das hier zu lesen sein, unsere gemeinsame nacht mit allen schmutzigen details aber im moment habe ich eher das bedürfnis, das das aktuelle chaos in meinem leben zum besten zu geben, weswegen ich jetzt auch gleich damit anfange einen neuen eintrag zu fabrizieren...

27.7.07 00:41


BIOLOGEN-ROMANTIK IV

ich habe gestern bzw. vorgestern nacht etwas für meine verhältnisse unglaublich mutiges getan, wovon ich nun selbstverständlich auch berichten muss, erst recht, weil es auch noch um den taschen-typen geht..

alles fing an mit einer untehaltung über icq mit einer freundin, das püppchen, bei der unsere elite-superbrains sich mal wieder einen überaus genialen plan ausgedacht hatten. wir sind beide (wie auch die halbe uni) mitglied auf einer internet-seite (nein, es ist nicht studivz...), bei der jeder ein profil anlegt, fotos hochlädt, man sich gegenseitig die freundschaft anbieten kann usw... und nachdem wir die tasche mit seinem -was sollte man von ihm auch anderes erwarten-  sehr merkwürdigen profil auch dort entdeckt hatten, überlegten wir uns, wie dumm es auf einer skala von 1 bis 10 denn kommen würde, ihm die freundschaft anzubieten. sehr dumm- da waren wir uns einig, darum beschlossen wir, auf den abend zu warten, wenn sie bekifft und ich betrunken sein würde, damit es uns (zumindest in diesem moment) nicht merh ganz so peinlich sein würde.

gesagt getan, mittend in der nacht, betrunken und bekifft, 2 superbrains bei icq... wir verabredeten, beide nun auf diese besagte seite zu gehen und ihm dann gleichzeitig die freundschaft anzubieten. gleichzeitig, damit keiner dümmer dasteht als der andere. geteilte blamage ist halbe blamage.

nachdem das freundschafts-angebot abgeschickt war und es kein zurück mehr gab, viel uns plötzlich ein, wie peinlich es denn eigentlich wäre, wenn er sie nun ablehnt oder einfach ignoriert, wäre das so peinlich dass wir unser studium abbrechen und eine gesichtsoperation über uns ergehen lassen müssten? definitiv ja.

glücklicherweise sah ich schon in der nacht ( ich konnte nicht schlafen) dass er unsere freundschaft angenommen hatte, und am nächsten morgen bzw. mittag hatte ich zu meiner überraschung plötzlich auch eine nachricht von ihm, die da lautete: "guten morgen. alles klar? auch schon fleißig am lernen? bis montag dann"... hmm, nicht direkt spektakulär, ich weiß, aber allein die tatsache, dass er mir gemail hat, fand ich schon mal beeindruckend (er ist auch ziemlich schüchtern denke ich) aber das wirklihc spektakuläre an dieser nachricht ist ja, dass er NUR mir gemailt hatte und nicht dem püppchen, obwohl wir ja beide gleichzeitig unsere freundschaft angeboten hatten..

kann ich daraus nun schließen dass er an mir interesse hat, zumindest mehr interesse hat als an ihr??? ich hoffe es....

ich kanns gar nicht erwarten bis endlich montag ist und ich ihn  wieder sehe...

17.6.07 13:57


BIOLOGEN-ROMANTIK III

manchmal komme ich mir vor als wäre ich 12, mittend in der pubertät und im kindergarten statt in der uni... es geht nie um populationsgenetik, botanik oder organische chemie wie man es von elite-studenten wie uns erwarten können sollte, alles worum es geht sind jungs...

hauptsächlich natürlich um die bzw. den tasche, mit dem ich leider immer nur montags spreche, woran auch immer das liegen mag.

meine freundinnen haben aber nun ein "belohnungs-system" eingeführt, in der hoffnung dass sie mich mit haarreifen und leberkässemmeln dazu bringen können, ihn nicht mehr immer vor lauter nervosität zu ignorieren. und...tatata... es funktioniert offensichtlich...

ich habe es doch tatsächlich geschafft, nun unsere montags-unterhaltung auf eine auch-donnerstags-unterhaltung zu steigern.

wir hatten sogar mit unseren elite-studenten-superbrains einen masterplan ersonnen, der zwar einfach aber genial war, jedoch an der umsetzung scheiterte. und trotzdem erfüllte er seinen zweck...

dieser ultimative masterplan sah folgendermaßen aus: donnerstags haben wir immer ein praktikum, bei dem wir in 2 gruppen, eine frühere und eine spätere aufgeteilt sind. wir sind in der früheren, die natürlich wesentlich begehrter ist, da wir im gegensatz zu den anderen (auch wie die tasche) nicht 3 std lang dumm rumsitzen müssen. nachdem bei uns nun aber ein platz frei geworden war (genau neben mir übrigens) war das natürlich die ideale gelegenheit. wir mussten ihm einfach nur davon erzählen, er würde in unsere gruppe kommen wollen, und ich wäre gezwungen auch noch jeden donnerstag mit ihm zu sprechen... perfekt...

an diesem tag betraten wir das gebäude nicht wie immer durch den hintereingang sondern nahmen den schon recht langen umweg zum haupteingang in kauf, da wir wussten, dass er dort immer auf der treppe saß und so war es auch an diesem tag.

ein hallo brachte ich natürlich aucuh diesmal nicht raus, aber als sich meine freundinnen genau so auf die stufen setzten, dass mir nichts anderes übrig blieb als mich direkt neben ihm zu sezten, drückte er mir das geld in die hand, das er mir noch schuldete und mit dem ich ihn schon die ganze zeit bevor wir uns hingesetzt hatten, in der hand rumklimpern gehörrt hatte. was folgte war mal wieder eine unterhaltung über schlechte ausländische zigaretten, während der ich ihn, so wie ich mich erinnere unglaublich blöd angehimmelt habe... trotz aller dümmlichen verliebtheit, schaffte ich es zu meinem erstaunen trotzdem, das thema auf den freine platz in unserer gruppe zu lenken und wie geplant war er begeistert und kam mit. der einzige haken war, dass wir mal wieder viel zu lange rauchend-ratschend vor der tür standen, das praktikum schon angefangen hatte und der platz schon besetzt war...

aber alles in allem lief der tag trotzdem gut. wir haben uns unterhalten und je öfter wir uns unterhalten, desto normaler wird es, uns nicht immer zu ignorieren wenn wir uns sehen....

17.6.07 13:28


BIOLOGEN-ROMANTIK II

es ist schon wieder eine ganze zeit her, dass ich das letzte mal etwas geschrieben habe, aber keine sorge (oder doch... um meinen geisteszustand vielleicht..?), ein hauptthema hat sich selbstverständlich nicht geändert (bin ich besessen..??). es ist nur interessanter geworden...

es geht -wie sollte es anders sein- um die bzw. den tasche, diesen unglaublich seltsam-süßen menschen, der seine stifte in einer braunen socke aufbewahrt was ich übrigens völllig sarkasmusfrei für überaus stilvoll halte, dieser merkwürdige mensch, der mir einen dicken grünen käfer geschenkt hat...

ich habe ja erzählt, dass ich ihm eine schachtel ostblock-zigaretten verkauft habe und dass er mir das geld dafür wann anders geben wollte. da wir aber warum auch immer nur montags miteinander reden, und er ansonsten auch relativ selten in der uni ist, war mir klar, dass ich auf meine 2,50 mindestens eine woche warten musste.. 

als dann endlich wieder montag war (das ist krank... "endlich wieder montag"...ich glaube da bin ich die einzige die sich darüber freut, dass das wochenende vorbei ist), naja, montag eben, wusste ich, dass ich an diesem tag endlich wieder mit ihm sprechen würde, denn diesmal hatten wir sogar einen grund miteinander zu reden, das geld.

da wir aber normalerweise nur während wir uns für ein paar minuten aus dem praktikum schleichen um eine zu rauchen, miteinander reden, war ich froh, dass eine meiner freundinnen schon vorher, in der pause, in der wir uns in der regel mehr oder weniger ignorieren zu ihm hallo sagte... juhu, ein grund auch hallo zu ihm zu sagen... dachte ich, denn als ich ihn, sein niedliches gesicht sah, verschlug es mir die sprache und ich sezte mich hin ohne ihn eines weiteren blickes zu würdigen, worüber ich mich natürlich schon währenddessen ärgerte. und wunderte, denn wirklich schüchtern bin ich nicht.

vielmehr habe ich das gefühl dass mein denkorgan seinem ruf nicht gerade alle ehre macht, sobald er in sichtweite kommt. als würde es sich einfach abschalten..

zum glück fing er dann sofort an, mit mir zu reden, nämlich mir zu sagen, dass er mein geld nicht dabei hatte. das war mir egal, es war ja nicht viel, eigentlich freute ich mich eher darüber, dass er daran gedacht hatte, und noch besser: dass er nun nochmal mit mir reden musste. was folgte war eine kurze unterhaltung über die ekligkeit osteuropäischer zigaretten. dann fiel mir nichts mehr ein, und ich begann -wie sollte es anders sein- mich mit meinen freundinnen zu befassen und ihn wieder mal zu ignorieren...

17.6.07 00:17


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