WER SCHMETTERLINGE LACHEN HÖRT, DER WEISS WIE WOLKEN SCHMECKEN

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DER ZU PERFEKTE MR. PERFEKT

seit jenem bereits in meinem letzen eintrag erwähnten suff-samstag weiß ich ja nun, dass ich sehr wohl einen bestimmten typ mann hatte, nämlich das wiesel, diesen unwahrscheinlich gut aussehenden, coolen, süßen, tätowierten, lustigen, netten .... geisteskranken, wie ich mittlerweile feststellen musste.

alles hatte so perfekt begonnen, nämlich mit einem stundenlangen leidenschaftlichen kuss, allerdings erstaunlicherweise (zumndest von meiner seite aus) ganz ohne romantik, aufregung oder irgendwelchen schmetterlingen im bauch. überraschend, wenn man bedenkt, dass ich gerade mit meinem wahrgewordenen männertraum knutsche...

aber dieser kuss war einfach etwas, woran ich mich festhalten konnte in dieser lauten, headbangenden, verwirrenden welt um mich herum, die in meinem kopf dröhnte, sich erschreckend schnell drehte und nach einer mischung aus alkohol, pisse und zigaretten roch.

im kalten grauen morgenlicht und der frischen luft dieses frühen sonntags ging unser kuss zu ende, ich wurde langsam wieder nüchtern und erwachte aus meinem traum. alles was ich jetzt noch wollte, war ein bett und zwar meins. auf umwegen kam ich auch irgendwann zu hause an und legte mich zufrieden schlafen. ich wusste, dass ich zwar mit einem der schlimmsten kater die ich jemals hatte, aufwachen würde, allerdings aber mit dem gefühl, wunderschön geträumt zu haben - einen traum, der einem zwar gute laune macht, den man im laufe des tages aber sowieso wieder vergisst.

sicherlich wäre es auch genau so gekommen und ich hätte nichts bereut, wenn nicht am nächsten tag, als ich gerade mit einem kaffe im garten versuchte, die schlimmsten nebenwirkungen meines gestrigen vollrauschs zu vertreiben, mein handy geklingelt hätte. es hätte nicht sein dürfen, und zwar aus dem einfachen, logischen, einleuchtenden grund, dass träume nunmal für gewöhnlich nicht anrufen.

wer denkt denn bitte auch an sowas?? da knutscht man mit dem perfektesten an diesem abend anwesenden mann, freut sich über die neidischen blicke seiner geschlechtsgenossinen, genießt den moment, weiß aber dennoch genau, dass man demnächst auch nur eine unter vielen gewesen sein wird, deren namen er am nächsten morgen schon wieder vergessen hat, einfach eine nummer, und dass einem von diesem mann nichts weiter bleibt als eine schöne erinnerung und ein bisschen stolz, dass er einen auserwählt hat, auch wenn es nur für einen einzigen abend war

genau so hätte es auch sein sollen, doch ein viel zu alberner schriller klingelton und die worte " was hälts du davon wenn ich dich mit einem picknickkorb zum see entführe?" belehrten mich eines besseren.

völlig überrumpelt sagte ich zu und es würde auch ein wunderschöner tag, außer vielleicht einmal davon abgesehen, dass ich es doch recht merkwürdig fand, dass der herr überraschenderweise irgendwoher meinen vollen namen kannte und nach mir gegooglet hatte, wie er erzählte.

date nummer 2, diesmal im biergarten, war dann auch noch relativ schön, außer dass vielleicht themen wie hochzeit und familienplanung zu diesem zeitpunkt wohl doch etwas verfrüht waren. und die tatsache dass er als tee-trinker eine senseo-kaffeemaschine gekauft hatte, nur weil ich mal im suff erwähnt hatte, wie gern ich diesen kaffee trinke, fand ich dann schon beinahe beängstigend.

und da ja aller guten dinge bekanntlich 3 sind, traf ich mich auch noch ein drittes mal mit ihm. ein drittes und LETZTES mal, wie ich jetzt weiß. mein kater von meinem date am vorabend (davon später mehr) wirkte sich etwas negativ auf meine laune und meinen magen aus, aber was meine stimmung absolut auf den tiefpunkt brachte, war er. fragen, wann er endlich meine und ich seine eltern kennen lernen würde, wann wir für meine neue wohnung denn gemeinsam möbel aussuchen gehen würden, da ihn das ja auch betreffen würde und wohin wir beide in den urlaub fahren würden, waren dann doch zu viel. vor allem beim dritten date...

als ich ihn schließlich bat, mich nach hause zu fahren, fuhr er in richtung seiner wohnung und hielt erst nach langem lautstarken protest meinerseits an. er hielt an. mittend auf der straße. also saßen wir da und diskutierten eine halbe ewigkeit, bis ich ihn dann mit zahlreichen versprechen, dass ich mich sicher morgen bei ihm melden würde, beruhigte und dazu bringen konnte mich wirklich heim zu bringen, was er dann auch tat, während er mir vorwarf, vorhin mit dem kellner geflirtet zu haben und dass ich einen anderen hätte etc...

dieses letzte date war übrigens am montag.

natürlich habe ich mich nach allem was war, seitdem nicht mehr gemeldet und er sich glücklicherweise abgesehen von der einen oder anderen sms auch nicht. allerdings muss ich sagen, dass es mir mittlerweile aber fast schon wieder leid tut, denn jeder von uns kennt das schreckliche gefühl unglücklich verliebt zu sein, also spiele ich mit dem gedanken, ihn doch noch einmal anzurufen. auch um die sache auf eine fairere art zu beenden als durch die wenig freundliche ich-meld-mich-einfach-micht-mehr-methode, was aber vermutlich an meiner feigheit scheitern wird, wie ich mich kenne...

12.8.07 00:24


FREAKS UND SCHMETTERLINGE

ich glaube von diesem samstag vor einigen wochen, an dem das püppchen, das regal und ich mit der tasche und einem freund von ihm (nennen wir ihn mal völlig sarkasmus-frei das genie) in unserer üblichen samstag-abend-lokalität waren, habe ich bisher immer noch nicht berichtet, und für den moment tut das, abgesehen davon, dass ich das genie an diesem tag zum ersten mal gesehen habe, auch nichts zur sache.

einige wochen später kamen wir beide dann durch ziemlich komplizierte und verwirrende umstände zufällig über icq ins gespräch, zum ersten mal übrigens, denn an jenem erwähnten samstag abend hatte ich nur augen für die tasche und habe mit ihm kaum ein wort gewechstelt. damals habe ich auch keine veranlassung dazu gesehen, denn ehrlich gesagt hielt ich ihn für das paradebeiispiel eines freaks - mathestudent, optisch gar nicht mein fall, mit der überaus seltsamen tasche befreundet, und am schlimmsten: er spielte schach! wobei man dazu sagen muss, schach ist interessant und ich finde es eher bewundernswert, wenn jemand gut spielt, aber doch bitte nicht in einer disothek!!!

also, kein wunder, dass ich den herren doch ziemlich komisch fand (und zwar nicht auf eine niedlich-interessante weise wie die tasche zum beispeil, sondern nur einfach freakig-merkwürdig)

alles änderte sich, als wir uns dann wie gesagt über icq unterhielten. ich lernte ihn als überaus intelligenten (wenig üerraschend) aber auch fürchterlich witzigen menschen kennen (sehr überraschend), der keineswegs meinem klischee von einem schachspielenden mathestudenten entsprach. ich glaube unsere erste unterhaltung war am freitag vor 2 wochen und sie war so unterhaltsam, dass sie beinahe die ganze nacht dauerte und selbstverständlich samstags weiter geführt wurde. da ich sowieso gerade mit dem püppchen unsere übliche samstag-abend-planung besprach, fragte ich ihn einfach, ob er nicht lust hätte, mitzukommen. er zögerte, denn er fand es verständlicherweise komisch, mit uns beiden allein wegzugehen, da wir uns ja kaum kannten. die tasche konnte er im übrigen nicht mitnehmen, da sich dieser überaus merkwürdige mensch gerade auf dem weg nach ost-europa befand, weil er da "was zu erledigen" hatte...

nachdem ich versicherte, dass wir nicht beißen und er ruhig auch allein mit uns kommen könnte und er versprach, dann auch nicht schach zu spielen, war die abend-planung fertig und einige stunden später trafen wir uns dann auch tatsächlich. als ich sah, dass mr. mathe einiges an bier in sich hinein leeren konnte, wirklich unterhaltsam war und abgesehen davon auch noch metal hörte, musste ich wohl oder übel tatsächlich sämtliche meine vorurteile über bord schmeißen.

da das püppchen mit dem auto gekommen und folglich viel zu nüchtern war, ließ sie uns beide auch schon relativ bald wieder allein und verabschiedete sich bei mir mit den worten: "der sieht aus als ob er gut küssen kann"

diese meinung teilte ich übrigens nicht, dennoch muss ich sagen dass ich plötzlich ein wenig neugierig wurde.

als er anfing, hin und wieder seinen arm um mich zu legen, freute ich mich trotzdem nicht darüber, trotz aller neugier und allem forschergeist in mir, denn eigentlich stand ich ja bekanntlicherweise auf die tasche - seinen besten freund. ein kuss zwischen mir und dem genie und ich müsste die tasche vergessen (oder, zweite option: ich würde als schlampe dastehen)

aber es gab auch noch eine dritte option, die mir bis dahin nie in den sinn gekommen war, bei der ich weder nuttig dastehe noch mich ärgern müsste, dass meine chancen bei der tasche dahin sind. und option nummer drei ist übrigens nicht einfach ´kein kuss´, denn dies würde ja meinem forscherdrang in die quere kommen später mehr dazu...

ich sträubte mich lange dagegen als er dann tatsächlich mehrmals versuchte, mich zu küssen, denn erstens wie erwähnt - die tasche, zweitens war er nicht mein fall, und drittens war ich so betrunken dass ich ihn anbrüllte, wie er es nur wagen konnte, diesen betrunkenen zustand auch noch auszunutzen. zu guter letzt legte er sich dann auch noch mit meiner besten freundin, dem grinsch, an und ich saß dazwischen, verwirrt und zu besoffen um einfach weg zu gehen, da ich befürchtete, nicht mehr laufen zu können (das berühmte samstags-erdbeben mal wieder...)

einige minuten und einige tequilla später beruhigte sich die situation wieder, nachdem der grinsch aufgrund der tatsache gerade weggegangen war, dass die tequillas den gleichen weg, den sie gekommen waren, nun auch wieder hinaus wollten.

nun saßen ich und das genie also alleine dort auf der bank, wir schauten uns an und ich wusste, dass ich in diesem moment zu müde oder zu gleichgültig war um mich noch länger zu wehren. mir fiel auf dass es ohne grinschs wütendes gelalle plötzlich ungewohnt still und ruhig war. sein gesicht kam näher und plötzlich küsste er mich ganz sanft und vorsichtig und ganz überraschend schwirrten plötzlich millionen von schmetterlingen in meinem bauch... ich lächelte ihn an und dachte mir, wie recht doch das püppchen hatte...

und nun zu der bisher nicht bedachten option nummer drei: diese unzähligen schmetterlinge in meinem bauch und die tatsache, dass mich die tasche plötzlich nicht mehr im geringesten interessierte, warfen die frage auf, ob es eigentlich so etwas wie liebe auf den ersten kuss gab. seit diesem tag weiß ich die antwort...

12.8.07 01:33


DIE PHOBIE

 

menschen, die unter einer verbophobie leiden (angst vor wörtern), werden angesichts dieses eintrags sicher schreiend weglaufen, und die nomatophobiker unter euch, die leute, die sich vor namen fürchten, sollte ich wohl vorsichtshalber auch schon einmal warnen, da ich die hier vorkommenden personen ja schlecht einfach durchnummerieren kann (der verständlichkeit halber und aus rücksicht auf numerophobie-betroffenen).

nachdem ich glücklicherweise offensichtlich einen verhältnismäßig gesunden geisteszustand habe und weder unter angst vor alkohol (methyphobie) noch vor männern (androphobie) leide, kam es an diesem samstag vor 2 wochen, wie es kommen musste, wie ich auch schon in meinem letzen eintrag erwähnt habe. nach mehreren erfolglosen versuchen des genies gelang es ihm schließlich doch, mich zu küssen, was unerwarteterweise zu einem ziemlich ausgeprägten schwirren von millionen von schmetterlingen in meinem bauch führte ... schmetterlinge im bauch... seltsam, ich hatte doch zu mittag gar keine raupen verspeist...

jedenfalls ist dieser junge mann nun der grund für meinen heutigen blog-eintrag, da er offenbar an einer mir bis dahin unekannten und für den außenstehenden ziemlich amüsanten phobie leidet, aber dazu später mehr.

wie man unschwer erkennen kann, habe ich mich heute über die zahlreichen und teilweise urkomischen ängste informiert, und da ich nicht unter easiophobie, der angst, zu schreiben, leide, werde euch nun auch an meinem wissen teil haben lassen, falls ihr euch nicht vor diesem wissen fürchtet (epistemophobie).

ich war selbst überrascht über die unglaublich amüsante vielfalt an phobien, angefangen bei wirklich lächerlichen wie der angst, dass die erdnussbutter am gaumen kleben bleibt (arachibutyrophobie) oder der schrecklichen befürchtung, mit einer feder gekitzelt zu werden, der pternophobie. nicht weniger merkwürdig - die anglophobie, die angst vor england und/oder seiner kultur.

meine güte, dann frisst man halt keine erdnussbutter und verbringt seinen sommerurlaub möglicherweise doch lieber auf malle als in großbritannien. und mal ehrlich? wie oft kommt es vor, dass man mit einer feder gekitzelt wird???

anderen phobien kann man da schon wesentlich schwerer aus dem weg gehen, zum beispeil schränkt die angst bzw. der ekel vor knöpfen (koumpounophobie) die outfit-wahl schon erheblich ein und macht die shopping-tour zur qual.

kyphophobie -die angst sich zu bücken- ist zumindest in einer gefängnis-gemeinschaftsdusche nachvollziehbar, die patroiophobie erschließt sich mir aber allerdings nicht, denn die befürchtunng einmal ordentlich was zu erben, ist eine meiner geringsten sorgen.

ebenfalls zu diesem thema noch zu erwähnen ist das lange wort "sesquipedalophobie", das die angst vor langen wörtern beschreibt. ein äußerst unpassender begriff, den sich vermutlich einmal ein ziemlich sarkastischer psychiater ausgedacht hat.

und bevor ich mich wieder dem eigentlichen thema, dem genie und seiner phobie, widme, hier der vollständigkeit und spaßes-halber noch ein paar weitere ängste, bei denen man nur noch kopfschüttelnd denken kann "oh gott was is in diesen hirnen bloß schiefgelaufen..." und "wie gut, dass ich so normal bin"...

  • Achimophobie – Angst vor Punkten (hahaha ich schmeiß mich weg....)
  • Alliumphobie – Angst vor Knoblauch (ungünstig wenn man sich gleichzeitig vor vampiren fürchtet)
  • Aulophobie – Angst vor Flöten (aha?!?)
  • Barophobie – Angst vor der Schwerkraft (mist, der phobie kann man wirklich nicht aus dem weg gehen)
  • Bibliophobie – Angst vor Büchern (oh ja, am grusligsten ist mein chemie-buch...)
  • Caligynephobie - Angst vor schönen frauen (hach, ich bin schon wirklich furchteinflößend
  • Chionophobie – Angst vor Schnee (ungünstig im winter...)
  • Chrematophobie – Angst vor Geld (äääh, naja, meld dich und ich nehme dir diese last gerne ab
  • Dendrophobie – Angst vor Bäumen (sie sind überall....)
  • Dikephobie – Angst vor Gerechtigkeit (igitt, gerechtigkeit ist ja auch etwas schreckliches...)
  • Domatophobie – Angst vor Häusern (das schränkt die wohnungssuche erheblich ein)
  • Eleutherophobie – Angst vor Freiheit (fast genauso schäuslich wie gerechtigkeit)
  • Geniophobie – Angst vor einem Kinn (okaaaay...)
  • Geliophobie – Angst vor Lachen (wenn ich darunter leiden würde, hätte ich das hier nicht schreiben können..)
  • Glucodermaphobie – Angst vor der Haut die sich beim abkühlen auf dem Kakao bildet (das kenn ich auch vom pudding)
  • Kathisophobie – Angst, sich hinzusetzen (wär mir persönlich zu unbequem) 
  • Hellenologophobie – Angst vor griechischen (Fach)ausdrücken (dann dürfte ich wohl nicht studieren, was ich studiere)
  • Kinetophobie – Angst sich zu bewegen (nennt man das nicht faulheit?) 
  • Methrophobie – Angst vor oder Haß auf Poesie (verständlich, wenn man einige dieser grausamen ergüsse in manchen blogs ließt)
  • Ombrophobie – Angst vor Regen (auswandern??)
  • Oneirogmophobie – Angst vor feuchten Träumen (haha, dem kann man wohl auch schlecht aus dem weg gehen)
  • Papaphobie - Angst vor dem Papst (ja der Papst ist beinah so schlimm wie hitler...)
  • Philemaphobie – Angst vor Küssen (ja, was da alles passieren kann...) 
  • Plutophobie – Angst vor Reichtum (siehe chrematophobie)
  • Pogonophobie – Angst vor Bärten (ach, solang mir keiner wächst..) 
  • Proteinphobie – Angst vor proteinreicher Nahrung (da muss man auch erstmal drauf kommen)
  • Stasibasiphobie – Angst, zu stehen und zu laufen (in verbindung mit kathisophobie bleibt da nicht merh viel übrig)
  • Telephonophobie – Angst vor Telefonen (was mich betrifft: definitiv nein!) 
  • Urophobie – Angst zu urinieren (das macht das leben auch nicht einfacher) 
  • Vistiophobie – Angst vor Kleidung (es lebe fkk)

    drei weitere klassiker, die hier auf jeden fall noch erwähnt werden müssen, sind die phobophobie, die angst vor der angst, die hedonophobie, die angst, freude zu empfinden (es gibt kein widerlicheres gefühl als freude...) und das beste: panophobie - die angst vor allem.

    aber nun genug über die psychischen wehwehchen anderer amüsiert, darum nun zurück zum auch nicht unamüsanten thema. nachdem ich und das genie an diesem samstag rumgeknutscht haben (wir leiden offenbar beide nich an philemaphobie), blieben wir weiter in kontakt und ich würde sogar sagen, wir haben uns verliebt. vor dem verlieben kann man übrigens auch angst haben, das nennt sich dann philophobie.

    wie das unter verliebten ohne philemaphobie nunmal so ist, haben wir uns seitdem auch ein paar mal getroffen und -wie sollte es anders sein- ausgiebigst geknutscht, was nebenbei bemerkt auch wunderschön war. allerdings ist mir ziemlich bald aufgefallen, dass er nicht mal irgendetwas versuchte, das über küssen hinaus ging, was zwar ungewohnt aber auch irgendwie süß ist. anfangs dachte ich, er wäre vielleicht einfach nur schüchtern, möglicherweise auch etwas unerfahren, aber mittlerweile bin ich eines besseren belerht worden. wenn ich meine hand nur auf sein bein legte, ohne überhaupt nur ansatzweise in die nähe gefährlicher zonen zu kommen (ich leide ebenfalls nicht an phallophobie, der angst vor männlichen geschlechtsorganen), nahm er sie sofort weg. er selbst legte auch höchstens seinen arm um meine schultern oder streichelte mir das gesicht. das auffälligste an ihm aber war die tatsache, dass er mit allen mittlen, sei es mit einem kissen auf seinem schoß, einer merkwürdigen haltung oder der flucht richtung klo, versuchte, seine erektion vor mir zu verbergen, was meine aufmerksamkeit natürlich erst wirklich auf diese region lenkte.

    ich fand es schon witzig, wie er sich anstellte, ließ die sache aber natürlich unkommentiert, da ich merkte, wie peinlich es ihm war. bisher dachte ich auch, es wäre ihm einfach nur peinlich, warum auch immer, aber durch einen dummen zufall las ich letzens seinen namen im zusammenhang mit einer phobie, die die angst davor beschreibt, dass jemand seine erektion durch eine beule in der hose erkennen könnte. in diesem moment fiel es mir wie schuppen von den augen und lieferte mir eine plausible wenn auch schwer nachvollziehbare erklärung für sein seltsames verhalten.

    wie dem auch sei, nun ist mein forscherdrang geweckt und ich kann es kaum mehr erwarten, bis er in einigen tagen endlich aus dem urlaub wieder kommt, auch wenn ich bis jetzt noch nicht weiß, wie ich mich überhaupt verhalten will. ich denke das klügste wird es sein, ihn mal bei gelegenheit vorsichtig auf das thema anzusprechen, denn da wir beide frisch verliebt sind und zumindest ich nun auch sex als logische konsequenz dieser beginnnenden beziehung ansehe, sollte das geklärt werden. ich hoffe er hat keine angst davor, was sich dann übrigens pareunophobie bzw. coitophobie nennen würde.

    natürlich werde ich meine treue leserschaft auch über dieses thema auf dem laufenden halten

 

12.8.07 20:00





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