WER SCHMETTERLINGE LACHEN HÖRT, DER WEISS WIE WOLKEN SCHMECKEN

  Startseite
    Mein Leben
    Mein Liebesleben
    Mein Doppelleben
    Meine Meinung
  Archiv
  Über mein Blog
  Über die Krizzi
  Die Hauptpersonen
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


gratis Counter by GOWEB
Gratis Counter by GOWEB


http://myblog.de/krizzikrazzi

Gratis bloggen bei
myblog.de





DER IRRE UND DIE WIRKLICHKEIT

wie versprochen hier nummer 1 der zahlreichen in meinem letzten eintrag angekündigten verkomplizierungen meines (liebes-)lebens...

wie in meinen zugegeben schon relativ alten einträgen über mein früheres doppelleben zu lesen ist, habe ich schon damals festgestellt, dass es nicht besonnders klug ist, im internet auf männerfang zu gehen... und auch nicht einfach, wenn man nichts ahnend nachts allein als frau einen chatroom betritt und plötzlich unmengen von nachrichten braungebrannter, sportlicher, baluäugiger männer erhält, selbstverständlich gebildet, nett, reich, groß und bestens bestückt. abgesehen davon dass ich es nicht unbedingt für die glücklichste art halte, ein gespräch zu beginnen, indem man(n) von seinem nicht nur besten sondern auch unglaublich großen stück berichtet, frage ich mich (wie vermutlich die gesamte weibliche hälfte der weltbevölkerung auch) arum man diesen muskulösen männnermodels nie in der realität begegnet...

und wo wir auch gerade beim thema sind: liebe männer, nur weil ihr mir von euren fantastischen 25cm und mehr erzählt (in welcher einheit messt ihr eigentlich?? in inch??), heißt das nicht, dass ich vor gier zerfließe also spart euch die frage, wie feucht ich bin

aber zurück zum eigentlichen thema: offensichtlich besteht da eine große dirkrepanz zwischen realität und internet, was ich lezten samstag wieder einmal entsetzt feststellen musste.

jaja, aus fehlern wird man angeblich klug. angeblich. auf mich trifft das definitiv nicht zu. ich habe diesmal zwar nicht im chat aber dennoch im internet einen vermeindlich netten jungen mann kennen gelernt, inderm er mir eine saudämliche und unfreundliche nachricht geschrieben hat. aus den anfänglichen beleidigungs-mails entwickelte sich bald eine ziemlich nette -ich sags mal altmodisch- brieffreundschaft und nachdem wir uns einige monate lang ganz herrvorragend verstanden haben, habe ich irgendwann einmal "zufälllig" erwähnt, wo ich an besagtem samstag hingehen werde, wo man sich dann ja mal "zufällig" über den weg laufen könnte.

also saß ich lezten samstag dann auch "zufällig" mit dem regal und dem püppchen in der entsprechenden lokalität, während wir bei einem bierchen nach dem herrn internetbekanntschaft ausschau hielten. allerdings wurde meine wahrnehmung gestört durch 3 andere männer die bei uns am tisch saßen, denn bei einem von ihnen erkannte ich: "doch, ich habe tatsächlich einen bestimmten männertyp. IHN!" und selbstverständlich galt meine aufmerksamkeit plötzlich auch nur noch diesem tätowierten, lustigen und netten prachtexemplar von mann, aber das ist eine andere geschichte.

ein tritt in mein schienbein holte mich in die realität zurück. das püppchen hatte den jenigen entdeckt, nach dem ich gar nicht mehr ausschau hielt. muskulös, nett, gutaussehend, so hatte er auf seinen fotos gewirkt. auf seinen fotos. er war durchaus fotogen, aber offenbar war das auch alles. die grausame wirklichkeit setzte sich dann auch gleich neben mich, diese kleine, häßliche, seltsam riechende wirklichkeit und begrüßte mich mit einer seltsam unmännlichen stimme. nett war er ja, nur wesentlich unlustiger als in seinen mails, welche übrigens auch den vorteil hatten, dass uns, wenn ich sie laß, ca. 20km trennten.

nun aber kam mir der junge mann, der übigens wirklich sehr jung, sehr unmännlich wirkte, ziemlich nah. zu nah, denn er rutschte immer weiter in meine richtung, so dass ich schon fast befürchten musste, den kleinen bald auf meinem schoß zu haben, darum war ich auch heilfroh, als alle anderen endlich aufstehen und reingehen wollten. 

als wir dann da standen, schwankend, da das bier schon begann zu wirken, stellte ich fest, dass mein taummann, nennen wir ihn einmal wiesel (was selbstverständlich wie immer einen grund hat, nämlich den dass er beinahe so hieß wie ein anderes tier), auch noch gut einen kopf größer war als ich, was ihn nocheinmal wesentlich attraktiver machte, falls das möglich ist. es entwickelte sich auch bald eine erstaunlich gute unterhaltung zwischen uns beiden, während mein internetirrer mir hinterherdackelte und mich umkreiste wie ein häßlicher satellit.

ich will nicht, dass der eindruck entsteht, dass ich so oberflächlich bin, denn das stimmt nicht. ich hatte mich vorher monatelang fantastisch mit ihm verstanden und wenn er in wirklichkeit auch nur annähernd so lustig gewesen wäre wie in seinen mails, dann wäre es mir egal gewesen wie er aussieht. aber das war er nunmal nicht. nicht nur, dass er ununterbrochen äußerst unlustig war, sondern auch dieses mir zu nahe kommen, dieses an mir rumtätscheln... es passte einfach überhaupt nichts...

als er sich endlich ein neues bier holen ging, kam es wie es kommen musste. mittlerweile drinnen, sah ich das wiesel mit seinen freunden am rand stehen, tätowiert, tanzend, mit bier in der hand und kippe im mund, wie er zu mir hergrinste. und in diesem moment war es klar. wir gingen aufeinander zu und küssten uns, und es war nicht seltsam, nicht unerwartet, ohne diesen küssen-wir-uns-jetzt-oder-küssen-wir-uns-nicht-moment, denn es war einfach alles klar... und es war wunderbar... ich vergaß die welt um mich herum, die realität mit samt ihrer häßlichen späßchen wie meinem internetirren und genoss die musik, die küsse, seinen fantastischen geruch...

fernab der realität, in diesem wunderbaren traum, kam mir auch nicht der gedanke, dass der internetirre auch wieder mit seinem neuen bier zurück kommen würde. er tat es auch nicht, denn er sah dass er störte...

29.7.07 15:40
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung