WER SCHMETTERLINGE LACHEN HÖRT, DER WEISS WIE WOLKEN SCHMECKEN

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KAPITEL 2: VON ERFUNDENEN LIEBESDRAMEN, EINER OSCAR-REIFEN VORSTELLUNG UND DER GRENZE ZWISCHEN GESICHT UND HALS

der nächste abend stellte krizzi vor das erste größere problem von vielen, die noch folgen würden. ein problem, dass jeder normale mensch problemlos hätte vorhersehen können, auch ohne hellseherische qualitäten. krizzi nicht. krizzi dachte vorher nie an irgendwelche konsequenzen, und sollte sich doch einmal einer dieser unangenehmen gedanken in ihr bewusstsein verirren, so verstand sie es meisterlich, diesen sofort ieder dorthin zu verbannen wo er hergekommen war.

manche probleme lassen sich schlecht ignorieren, vor allem wenn sie sich durch lautes piepsen in form einer sms bemerkbar machten. prinz kuhstall war wie immer auch an diesem abend bei ihr, und da sie nie geheimnisse vor einander hatten war es normal, dass er wissen wollte, wer da mailt und neugierig auf ihr handy schielte. überraschend geistesgegenwärtig erfand sie eine ebenso überraschend gute geschichte über eine liebeskummer leidende freundin, und bei jedem weiteren piepsen erweiterte sich die geschichte zu einem immer komplizierteren liebesdrama, so realistisch, dass sie es selbst beinah geglaubt hätte.

krizzi war von haus aus eigentlich keine lügnerin, sie versuchte es meist nicht einmal weil ein kichern, dass sie sich vor allem in den unpassensten situationen selten verkneifen konnte, sie immer entlarvte (was übrigens auch der grund war, warum sie beim verstecken spielen in der grundschule meist als erstes gefunden wurde. ich hasse dieses spiel). erstaunlicherweise musste sie diesmal nicht kichern. erstaunlicherweise schöpfte prinz kuhstall keinen verdacht und zweifelte nicht an ihrer phantasievollen liebesgeschichte, er zweiflte nicht daran dass bei yvonne und jens der haussegen gerade mächtig schief hing.wahrscheinlich war es mehr zufall als weise vorraussicht, dass sie gerade dieses paar auserkor, das prinz kuhstall kaum kannte, und die geschichte darum gute chancen hatte, unentdeckt zu bleiben.

das verräterische piepsen hörte endlich auf, als sie es geschafft hatte, der südfrucht, der sie um 10 abholen wollte, den weg einigermaßen nachvollziehbar zu erklären. doch nun wurde sie vor ein weiteres problem gestellt: prinz kuhstall wurde nicht müde an diesem abend, gähnte ihr nicht demonstrativ ins gesicht, jammert nicht über die schwere arbeit und machte auch sonst keine anstalten, heimzugehen. krizzi beschloss dieses problem erst einmal zu ignorieren, schließlich hatte sie ja noch fast eine stunde zeit, und begann schon mal mit der kriegsbemalung. was nicht heißen soll, dass ich mich zukleistere, ich sehe keine notwendigkeit darin, mein gesicht unter einer 3 cm dicken schicht make-up zu verstecken. das macht nur häßliche flecken auf dem kissen, wenn man abends mal wieder zu faul war sich abzuschminken und stockbesoffen tot in sein bett gefallen ist. ich wache ungern morgens neben einem abdruck der reste meines ausgeh-gesichts auf der bettwäsche auf...

besonders symphatisch sind mir ja (nur hier mal so am rande) auch die geschlechtsgenossinen, deren gesicht am ende dieser prozedur 5 farbtöne dunkler ist, als der rest ihrer haut, und diese schöne auffällige grenze zwischen käsebleich und dunkelbeige benutzen um ihr gesicht optisch deutlicher von ihrem hals abzuheben, obwohl man diese, anatomisch gesehen, bei den meisten menschen auch so erkennen sollte...

so, die wimperntusche war bald ihrem zweck entsprechend auf den wimpern, die haare gekämmt und da krizzis kleidung ansehnlich und tragbar war sowie schokoladenflecken- und geruchsfrei, konnte es eigentlich losgehen. wäre da nicht prinz kuhstall gewesen, der immer noch keine anstalten machte, zu gehen. also plan B (falls es jemals wirklich einen plan A gegeben hatte) : demonstratives gähnen und strecken, aussprüche wie "ich bin ja sooo müde" und zufallende äuglein, diesmal meisterlich vorgespielt von krizzi, wenn es der prinz schon nicht selber tat, sollten ihn zum gehen bewegen. und diese schauspielerische leistung verfehlte ihren zweck nicht, prinz kuhstall machte sich zum aufbruch bereit, aber nicht ohne sich vorher darüber zu wundern, warum sich denn jemand schminkt und stylt, um dann ins bett zu gehen. aber er kennt mich. ich bin seltsam, das ist einfach so, und es war sicherlich nicht das seltsamste, dass er jemals mit mir erlebt hatte, also nahm er es hin wie es war und wir verabschiedeten uns.

nicht viel später, und fast pünktlich auf die minute, klingelte mein handy, das zeichen, dass sich die südfrucht nun mit seiner kutsche vor meinem haus eingefunden hatte. also tasche gepackt, die treppen runter und raus aus dem haus. ich konnte sein auto erst nicht sehen, erstens wegen der unglaublich hohen schneehaufen in diesem winter und zweitens weil er am ende der straße stand. woher sollte er auch wissen wo mein haus war. als ich mich durch schnee und matsch zum ende der straße durchgekämpft hatte, öffnete ich die autotür und es wurde licht... und in diesem moment (der erleuchtung sozusagen) erlebte ich eine kleine überraschung, eine nicht direkt positive...

 ...fortsetzung folgt.... 


20.6.06 00:16
 


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