WER SCHMETTERLINGE LACHEN HÖRT, DER WEISS WIE WOLKEN SCHMECKEN

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Mein Doppelleben

KAPITEL 1: VON LANGEWEILE, DER FEUCHTIGKEIT DES GENITALBEREICHS UND EINER SÜDFRUCHT

ein doppelleben ist eine anstrengende sache und nicht zu empfehlen.
leider gehöre ich zu der gattung mensch, die es meisterlich versteht, jede art von unangenehmen konsequenzen meines handelns aus meinen gedanken auszublenden, überhaupt eigentlich alles was mir nicht gefällt. teilweise sicherlich ein beneidenswertes talent, dass mir erlaubt auch in der dümmsten situation meine gute laune zu bewahren, aber probleme besitzen größtenteils die eigenschaft, sich irgendwann nicht mehr ignorieren zu lassen. und dann kommt es nicht schlimm sondern schlimmer.
durch eine mischung aus neugier, langeweile, blödheit und eben erwähnter unfähigkeit, vorher an die konsequenzen zu denken, habe ich mich in eine wirklich unangenehme situation gebracht, die, wie ich finde, nun erzählt werden muss.

es war einmal vor langer zeit, schätzungsweise etwa im märz, aber so genau weiß ich es nicht mehr, als ein armes mädchen namens krizzi sich eines abends schrecklich langweilte. ihr geliebter, nennen wir ihn prinz kuhstall, hatte seit kurzem eine arbeit, bei der er schon bevor der hahn krähte sein bettchen verlassen musste. folglich blieb er an keinem abend mehr lange bei ihr, und auch all ihr anderen freunde studierten oder arbeiteten, so dass niemand an jenem abend zeit hatte, ihr die langeweile zu vertreiben. und so entschloss sie sich die wunder der modernen technik, genannt internet, zu benutzen um in dieser kalten nacht, in der sehr viel schnee lag, andere gelangweilte individuen zu kontaktieren. chatten - dagegen hatte sie zwar einige vorurteile, phantasien von bleichen, pickeligen wesen hinter dicken brillengläsern, die im echten leben nicht in der lage waren freundschaften zu schließen, kannibalen, die sich ihre nächste mahlzeit auf diesem wege beschaffen wollten, vergewaltiger, axt- oder schlimmer, kettensägenmörder und jegliche art von sonstigen perversen, die sich nur in dieser anonymen welt wohl fühlten.
dieses vorurteil wurde zunächst voll und ganz bestätigt. ich machte bekanntschaft mit jemandem, der sich überaus interissiert an meinen körperfunktionen zeigte, besonders an vorgängen, die die verdauung betrafen und allen damit verbundenen gräuschen, 2 herren, die ach so gute nackt-fotografen waren und mir das unbedingt beweisen wollten, und zahlreichen anderen, die sich höflicherweise sofort nach der feuchtigeit meines genitalbereichs erkundigten und glaubten, mir bei dieser gelegenheit selbstverständlich  länge, breite sowie umfang ihres eigenen fortpflanzungsorgans nicht vorenthalten zu dürfen. erstaunlicherweise waren die erwähnten besten stücke allesamt 30 cm lang und 5 cm dick, und ihre träger ausnahmslos 1,80 groß, muskulös, blauäugig und schwarzhaarig. muss man nun annehmen dass sich in chat-räumen eine armee sowohl gutaussehender als auch gutbestückter männer tummelt, die zusätzlich noch 8 std am stück eine frau beglücken können? und wenn ja, warum versteckt sich diese im echten leben so seltene spezies zum leidwesen aller frauen denn bloß in den zahlreichen chaträumen dieser welt? warum bin ih in der wirklichen welt noch keinem dieser exemplare begegnet???


mittlerweile etwas genervt und gerade im begriff, das chat-fenster zu schließen, fiel krizzis blick plötzlich auf einen namen, der ihr bekannt vorkam. kein alltäglicher name wie stefan oder thomas, nein, nennen wir ihn einmal die südfrucht.
um ganz sicher zu gehen ob erwähnte südfrucht wirklich der jenige war für den sie ihn hielt, stellte sie ihm einige fragen und war sich bald sicher. sie hatte ihn auf dem geburtstag einer freundin kennengelernt. wahrscheinlich kannte sie ihn auch schon früher, denn dieser name war ihr schon länger ein begriff, aber bewusst nahm sie ihn zum ersten mal an diesem abend wahr. ihr gefiel was sie sah.
es entwickelte sich auch eine recht nette unterhaltung zwischen den beiden in diesem chat, das erste normale gespräch überhaupt in dieser nacht. sie lies ihn noch etwas im ungewissen über ihre eigene identität und amüsierte sich köstlich darüber, dass sie zwar wusste wer er war, er aber nicht die leiseste ahnung hatte. als sie ihren namen nannte(und zugegeben etwas überrascht war, dass er sich daraufhin tatsächlich an sie zu erinnern schien) fragte die südfrucht, ob er sie am nächsten tag abholen könnte um mit ihr ein bierchen zu trinken und billard zu spielen. überrascht über sich selbst, über die tatsache dass sie sich nun tatsächlich mit einem dieser unheimlichen wesen aus den weiten des internets treffen wollte, willigte sie ein, (doch auch nur weil sie ihn auch im echten leben kannte) und das unheil nahm seinen lauf...


...fortsetzung folgt....

20.6.06 00:10


KAPITEL 2: VON ERFUNDENEN LIEBESDRAMEN, EINER OSCAR-REIFEN VORSTELLUNG UND DER GRENZE ZWISCHEN GESICHT UND HALS

der nächste abend stellte krizzi vor das erste größere problem von vielen, die noch folgen würden. ein problem, dass jeder normale mensch problemlos hätte vorhersehen können, auch ohne hellseherische qualitäten. krizzi nicht. krizzi dachte vorher nie an irgendwelche konsequenzen, und sollte sich doch einmal einer dieser unangenehmen gedanken in ihr bewusstsein verirren, so verstand sie es meisterlich, diesen sofort ieder dorthin zu verbannen wo er hergekommen war.

manche probleme lassen sich schlecht ignorieren, vor allem wenn sie sich durch lautes piepsen in form einer sms bemerkbar machten. prinz kuhstall war wie immer auch an diesem abend bei ihr, und da sie nie geheimnisse vor einander hatten war es normal, dass er wissen wollte, wer da mailt und neugierig auf ihr handy schielte. überraschend geistesgegenwärtig erfand sie eine ebenso überraschend gute geschichte über eine liebeskummer leidende freundin, und bei jedem weiteren piepsen erweiterte sich die geschichte zu einem immer komplizierteren liebesdrama, so realistisch, dass sie es selbst beinah geglaubt hätte.

krizzi war von haus aus eigentlich keine lügnerin, sie versuchte es meist nicht einmal weil ein kichern, dass sie sich vor allem in den unpassensten situationen selten verkneifen konnte, sie immer entlarvte (was übrigens auch der grund war, warum sie beim verstecken spielen in der grundschule meist als erstes gefunden wurde. ich hasse dieses spiel). erstaunlicherweise musste sie diesmal nicht kichern. erstaunlicherweise schöpfte prinz kuhstall keinen verdacht und zweifelte nicht an ihrer phantasievollen liebesgeschichte, er zweiflte nicht daran dass bei yvonne und jens der haussegen gerade mächtig schief hing.wahrscheinlich war es mehr zufall als weise vorraussicht, dass sie gerade dieses paar auserkor, das prinz kuhstall kaum kannte, und die geschichte darum gute chancen hatte, unentdeckt zu bleiben.

das verräterische piepsen hörte endlich auf, als sie es geschafft hatte, der südfrucht, der sie um 10 abholen wollte, den weg einigermaßen nachvollziehbar zu erklären. doch nun wurde sie vor ein weiteres problem gestellt: prinz kuhstall wurde nicht müde an diesem abend, gähnte ihr nicht demonstrativ ins gesicht, jammert nicht über die schwere arbeit und machte auch sonst keine anstalten, heimzugehen. krizzi beschloss dieses problem erst einmal zu ignorieren, schließlich hatte sie ja noch fast eine stunde zeit, und begann schon mal mit der kriegsbemalung. was nicht heißen soll, dass ich mich zukleistere, ich sehe keine notwendigkeit darin, mein gesicht unter einer 3 cm dicken schicht make-up zu verstecken. das macht nur häßliche flecken auf dem kissen, wenn man abends mal wieder zu faul war sich abzuschminken und stockbesoffen tot in sein bett gefallen ist. ich wache ungern morgens neben einem abdruck der reste meines ausgeh-gesichts auf der bettwäsche auf...

besonders symphatisch sind mir ja (nur hier mal so am rande) auch die geschlechtsgenossinen, deren gesicht am ende dieser prozedur 5 farbtöne dunkler ist, als der rest ihrer haut, und diese schöne auffällige grenze zwischen käsebleich und dunkelbeige benutzen um ihr gesicht optisch deutlicher von ihrem hals abzuheben, obwohl man diese, anatomisch gesehen, bei den meisten menschen auch so erkennen sollte...

so, die wimperntusche war bald ihrem zweck entsprechend auf den wimpern, die haare gekämmt und da krizzis kleidung ansehnlich und tragbar war sowie schokoladenflecken- und geruchsfrei, konnte es eigentlich losgehen. wäre da nicht prinz kuhstall gewesen, der immer noch keine anstalten machte, zu gehen. also plan B (falls es jemals wirklich einen plan A gegeben hatte) : demonstratives gähnen und strecken, aussprüche wie "ich bin ja sooo müde" und zufallende äuglein, diesmal meisterlich vorgespielt von krizzi, wenn es der prinz schon nicht selber tat, sollten ihn zum gehen bewegen. und diese schauspielerische leistung verfehlte ihren zweck nicht, prinz kuhstall machte sich zum aufbruch bereit, aber nicht ohne sich vorher darüber zu wundern, warum sich denn jemand schminkt und stylt, um dann ins bett zu gehen. aber er kennt mich. ich bin seltsam, das ist einfach so, und es war sicherlich nicht das seltsamste, dass er jemals mit mir erlebt hatte, also nahm er es hin wie es war und wir verabschiedeten uns.

nicht viel später, und fast pünktlich auf die minute, klingelte mein handy, das zeichen, dass sich die südfrucht nun mit seiner kutsche vor meinem haus eingefunden hatte. also tasche gepackt, die treppen runter und raus aus dem haus. ich konnte sein auto erst nicht sehen, erstens wegen der unglaublich hohen schneehaufen in diesem winter und zweitens weil er am ende der straße stand. woher sollte er auch wissen wo mein haus war. als ich mich durch schnee und matsch zum ende der straße durchgekämpft hatte, öffnete ich die autotür und es wurde licht... und in diesem moment (der erleuchtung sozusagen) erlebte ich eine kleine überraschung, eine nicht direkt positive...

 ...fortsetzung folgt.... 


20.6.06 00:16


KAPITEL3: DER INTELLEKTUELLE IM MATRIX-MANTEL

Als ich die autotür öffnete, war ich, freundlich ausgedrückt, überrascht. der mann, der mich dort vom fahrersitz aus anlächelte, hatte wenig ähnlichkeit mit dem jenigen, den meine erinnerung offenbar fälschlicherweise mit dem namen "südfrucht" verbunden hatte. wo bitte war der gutaussehende kerl mit der lederjacke und dem niedlichen iro, den ich erwartet hatte? stattdessen saß dort hinterm lenkrad des silbernen opels ein kleiner mann mit brille und kahlrasiertem kopf, bedeckt von einer schwarzen mütze, der mich freundlich begrüßte. bei unserem kurzen telefongespräch, dass wegen meines unvermögens, korrekte wegbeschreibungen per sms zu verschicken, kurz zuvor noch nötig gewesen war, war ich angenehm überrascht gewesen über seine symphatische stimme, doch nun sprach er plötzlich wie das klischee eines studenten oder intellektuellen. schwer zu beschreiben, sicher ist nur, dass das ihn nicht wesentlich attraktiver machte. war ich etwa soeben ins falsche auto eingestiegen, verwechselte ich den süßen typen in der lederjacke bloß mit diesem exemplar, hatte meine erinnerung mir einen streich gespielt?
doch bei genauerer betrachtung und versuchen, mir den herren ohne brille, aber dafür mit anderer haarpracht vorzustellen, waren doch gewisse ähnlichkeiten zu erkennen. auch stellte ich bald fest, dass seine art zu reden (und auch zu lachen) je nach thema und stimmung wechselte, und manchmal, meistens wenn er über sein studium sprach, wurde sie eben intellektuell und war kaum wieder zu erkennen. so etwas hatte ich bisher auch noch nicht erlebt.

während der autofahrt unterhielten wir uns eigentlich nur über belanglose dinge wie den vielen schnee in diesem winter, oder woher wir beide den grinsch kannten, auf deren geburtstag wir uns kennen gelernt hatten. dabei fiel mir auf, dass er offenbar immer nervöser wurde und kaum mehr still sitzen konnte, bis er mir irgendwann mit hoch rotem kopf eröffnete, wie dringend er gerade pissen musste. wir hielten darauf hin noch kurz bei einer bank wo er, nach einigen entschuldigungen und erklärungen wie peinlich ihm das ganze war, den schnee gelb färbte und anschließend noch geld abhob.
als er aus dem auto stieg, sah ich ihn zum ersten mal in voller pracht, was die sache nicht besser machte. erstens war er klein, möglicherweise sogar kleiner als ich, aber genau konnte ich es noch nicht beurteilen, da wir nie nebeneinander gestanden hatten und zweitens wurde sein outfit, die brille und die mütze, komplettiert durch einen langen schwarzen ledermantel, wie man ihn aus dem film matrix kennt. lederjacken ja, matrixmäntel nein, auch nicht wenn sie aus leder waren, das gefiel mir überhaupt nicht...

aber da ich eigentlich nicht oberflächlich bin und ohnehin hauptsächlich ein bierchen trinken und ein bißchen billard spielen wollte, und nicht gerade meinem zukünftigen ehemann vorgestellt worden war, konnte mir das egal sein. als ich sah, dass er sein eigenes billard-stöckchen (wie nennt man das?) in einem köfferchen dabei hatte, kamen mir hinsichtlich der mir offenbar bevorstehenden niederlage zweifel, ob ich als grottenschlechter spieler überhaupt spaß daran haben würde. diese frage erübrigte sich schnell, denn während er sich beim spielen hin und wieder über den tisch beugen musste, ertappte ich mich zu meiner eigenen überraschung dabei, wie ich sein gesäß musterte und feststellte, dass er so ohne die störenden dinge wie brille oder mantel tatsächlich gar nicht so übel aussah. außerdem rollten die kugeln erstaunlicherweise auch noch genau so wie ich es wollte und ich hätte ihn, abgesehen von der tatsache, dass die schwarze kugel als einzige anscheinend nicht meinem willen unterlag, beinahe 3 mal vernichtend geschlagen, was der südfrucht wohl mindestens genauso peinlich war, wie sein dringendes bedürfnis auf der hinfahrt, da er sich mit seinem stöckchen samt köfferchen nun vorkam wie ein poser, wie er treffend bemerkte. 

den rest des abends verbrachten wir nicht mehr an einem billard- sondern an einem normalen tisch und unterhielten uns, besser gesagt redete er, und zwar fast nur über sein studium. alle versuche meinerseits, auch etwas zu sagen oder gar das thema zu wechseln, scheiterten an seinem nicht enden wollenden redefluss und ehrlich gesagt begann ich mich zu langweilen. sicher, sein studium war interessant, aber nicht stundenlang. als wir gingen und er mich nach hause fuhr, machten wir sogar noch einen abstecher zu jenem neuen gebäude der lmu, in dem er den hauptteil seiner zeit verbrachte. gut, es war kein fürchterlicher umweg, aber angesichts der temperaturen, die in meiner jacke, die mehr schön als warm war, schlecht zu ertragen waren, dem meterhohen schnee, und der tatsache dass es so spannend nun uch wieder nicht war, einen neubau der uni von außen im dunkeln zu betrachten, hätte ich mir durchaus amüsantere möglichkeiten vorstellen können, den abend ausklingen zu lassen. höchstens eine wärmende umarmung hätte mich in diesem moment entschädigen können....

 

endlich vor meinem haus angekommen, unterhielten wir uns noch lange (über was wohl), stellten fest, dass es im großen und ganzen ein netter abend gewesen war und verabschiedeten uns. und dabei hätte ich es am besten belassen sollen....

...fortsetzung folgt...

24.6.06 00:40


KAPITEL 4: DER GRINSCH UND DESSEN HELLSEHERISCHE FÄHIGKEITEN

nach meinem "date" zu hause angekommen, warf ich erst einmal den computer an um eine email ins ferne australien zu schicken. schließlich musste ich dringend jemandem von diesem abend berichten und wie immer war der grinsch diesbezüglich meine erste wahl, erstens schon allein aus tradition, denn seit jenen lange vergangen zeiten, in denen jungs plötzlich nicht mehr doof sondern unheimlich interessant geworden waren, schwärmten und jammerten wir zusammen über dieses oft leidige thema. zweitens war sie die einzige, die ihn auch kannte und schließlich war sie es auch, die mir (leider) nach jenem abend im chat mit der südfrucht, versichert hatte, das er ein netter kerl und ihres wissens kein kettensägenmörder war, und ich mich ruhig mit ihm treffen könnte, was ich ja dann auch tat.
mein fazit des abends fiel dabei eher nicht besonders positiv aus, denn alles in allem war er doch eher langweilig.
ich glaube der grinsch war darüber einigermaßen erleichtert, denn so lange und gut wie sie mich kennt, musste sie befürchten dass ich mich schon wieder schwer verknallt hatte, berechtigterweise, denn ehrlich gesagt verliebe ich mich schon recht schnell und oft.
da der grinsch ein schrecklich unromantischer mensch ist, drohte sie mir sicherheitshalber schon im vorraus, dass sie, sollte ich wieder anfangen zu schwärmen und wie schon so oft den satz "ich war noch nie so verliebt!" von mir geben, so laut kotzen würde, dass ich es bis nach deutschland hören werde.
die andere variante, die sie befürchten musste, war das direkte gegenteil, nämlich dass sie fortan eine liebeskummer getränkte jammer-selbstmitleid-mail nach der anderen erhalten würde, die sie als meine freundin dann auch noch beantworten müsste. ich muss sagen, die arme wurde hart getroffen, und zwar von beiden typen von emails.

bei genauerer betrachtung in den darauf folgenden tagen, erschien mir dieser abend nämlich auf einmal doch nicht mehr gar so langweilig und die südfrucht avancierte langsam aber sicher zu einer echten alternative zu prinz kuhstall. je länger ich über ihn nachdachte, und das tat ich mittlerweile fast ununterbrochen, desto besser gefiel er mir erstaunlicherweise, seine blauen augen, sein niedliches lächeln, dieses hinterteil, ... und desto mehr bereute ich es, dass wir, bei unsere unterhaltung im auto vor meinem haus, kein weiteres treffen vereinbart hatten.
sämtliche freien kapazitätn meines gehirns, die nicht mit aufgaben wie atmen und der steuerung meiner körperfunktionen beschäftigt waren, wurden fortan nur noch dazu genutzt, den abend wieder und wieder zu rekonstruieren, sämtliche noch so kleinen regungen, blicke oder dinge, die er gesagt oder getan hatte, zu analysieren,  um herauszufinden, wie der abend, wie ich ihm gefallen hatte. und es trat ein, was der grinsch in weiser vorraussicht vorhergesagt hatte. ich steigerte mich immer mehr in meine verliebtheit hinein. bestimmt auch, weil ich gerade sonst nichts zu tun hatte...

die tage vergingen und da ich viel zu schüchtern war, mich bei ihm zu melden und mir lieber ein bein ausgerissen hätte, als der südfrucht, der mich ja möglichereise blöd, häßlich oder langweilig fand, oder schlimmer, alles das zusammen, eine sms zu schreiben, schaute ich jeden abend oder wenn prinz kuhstall nicht guckte, in den chat, in dem ich ihn in jener nacht kennen gelernt hatte, aber er war nie online. die tage vergingen, ohne dass ich etwas von ihm hörte, und ich musste einsehen, dass ich diesen abend offenbar total verkackt hatte und nie wieder von hören würde. mit diesem gedanken wollte ich mich aber nur ungern anfreunden....

26.6.06 02:36





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